Atina gUG

Für einen sozialen Arbeitsmarkt
 

TOL - Taktile Orientierung Lichtenberg


Laufzeit:         01.10.2016-30.09.2018

Unser Projekt "TOL" dient der Erstellung von Orientierungsplänen aller Art, welche Blinden und Sehbehinderten das selbstbestimmte und selbstständige Bewegen im Bezirk Lichtenberg im Sinne einer erfolgreichen Inklusion erlauben. In diesem Projekt arbeiten Blinde und Sehbehinderte eng mit Sehenden zusammen. Gemeinsam erarbeiten sie die Übersetzung der 10 Lichtenberger Wanderkarten in taktile Produkte. Die Tätigkeit im Projekt zielt auf die Erhöhung ihrer Kompetenzen und ihrer Integrationsfähigkeit in den ersten Arbeitsmarkt ab. Dafür haben wir unser Projekt "TOL" in fünf unabhängige Module gegliedert. Jedes Modul setzt sich aus einem Fortbildungs- und einem Praxisteil zusammen:

Modul 1 Blinde und Sehende im Dialog

Modul 2 Braille-Schrift und Kurzschrift

Modul 3 Vakuum-Tiefzieh-Verfahren

Modul 4 Präsentation in der Öffentlichkeit

Modul 5 Abschlussmodul

TOL richtet sich an Langzeitarbeitslose, Nichterwerbstätige, Über-54-Jährige dieser Personenkreise und Behinderte.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Europäischen Sozialfonds im Land Berlin, zum Förderinstrument Partnerschaft - Entwicklung - Beschäftigung (PEB) und zu den Bezirklichen Bündnissen für Wirtschaft und Arbeit (BBWA).


Was bisher geschah…ein kurzes Update


Ungefähr 22 Ehrenamtliche (Blinde und Sehende, Frauen und Männer) arbeiten in unserem PEB-Projekt TOL mit und waren neben anderen am erfolgreichen Verlauf unsere Projektes beteiligt. Die ehrenamtlichen Teilnehmer/innen übten soziale Kompetenzen wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Engagement und Zielstrebigkeit und lernten die Arbeit im Team sowie den respektvollen Umgang mit ihren Kolleg/innen. Es wurden die Lichtenberger Wanderkarten auf ihre Eignung für Blinde und Sehbehinderte geprüft, vereinfacht und angepasst. Es gab Test-Rundgänge und Feedbackrunden mit Blinden, ob unsere Ideen und Produkte den Anforderungen blinder und sehbehinderter Personen entsprechen. Eine große Herausforderung war die Festlegung eines Layouts, insbesondere wenn es um die Gestaltung und Anpassung des Braille-Textes geht, denn eine Seite Schwarzschrift ergibt zwei Seiten Braille-Schrift. Es wurden passende Karten designed, Matrizen gebastelt, Folien in Thermoformung gefertigt und das Ganze zu taktilen Karten zusammengestellt. Bei allen Arbeiten orientierten wir uns an der DIN ISO 19028, welche Vorgaben für die barrierefreie Gestaltung taktiler Karten     macht.  Auf der Hilfsmittelausstellung des ABSV e. V. im November 2017 haben wir unsere Produkte erstmals der Öffentlichkeit gezeigt und konnten durchweg positive Resonanz verzeichnen.


Im Rahmen des Pressefrühstücks von Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst am 09. August 2018 stellten wir unser Projekt sowie die fertigen taktilen Karten dem Bezirksbürgermeister und einer Auswahl von Journalisten der Lokalpresse vor. Dies resultierte erfreulicherweise in diversen Pressestimmen, welche unser Vorhaben in der Öffentlichkeit publik machen.

Am 05. September 2018 haben wir unser Projekt auf dem Marktplatz der Möglichkeiten der PEB-Informationsveranstaltung vorgestellt. Wir begegneten interessierten und begeisterten Kolleginnen und Kollegen und konnten anderen Trägern Tipps und Anregungen zur Durchführung von PEB-Projekten geben.


Blinde führen Sehende: Inklusiver Kiezspaziergang in Lichtenberg

Am 13. September 2018 führte unsere ehrenamtliche Ugne Metzner Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst und die Sozialstadträtin Birgit Monteiro sowie eine Vielzahl interessierte Bürgerinnen und Bürger mithilfe einer taktilen Wanderkarte um den Ober- und Orankesee. Der Spaziergang war ein voller Erfolg: Treffpunkt war der Rosengarten am Wasserturm in der Waldowstraße 20 am Oberseepark. Der Rundgang dauerte ca. zwei Stunden. Es nahmen 29 Personen teil. Etwa nach der Hälfte der Strecke gab es eine kurze Trinkpause (am Strandbad Orankesee). Dann ging es weiter entlang der Route zum Mies van der Rohe Haus, wo Frau Birgit Herlitze einen kurzen Rundgang organisiert hatte. Anschließend führte die Runde mit Hilfe der taktilen Karte weiter zum Wasserturm zurück. Dort veranstalteten wir eine Feedback-Runde sowie die vierte Beiratssitzung zum Projekt.Wir, die Atina gUG bekamen wertvolle Tipps und Anregungen und die Interessierten nahmen neue Erkenntnisse zu den speziellen Anforderungen an Wanderkarten für Blinde und Sehbehinderte mit.

  • Kiezspaziergang 1
  • Kiezspaziergang 2
  • Kiezspaziergang 3
  • Kiezspaziergang 4
  • Kiezspaziergang 5
  • Kiezspaziergang 6